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Whist – der Klassiker unter den Stichspielen
Whist ist ein Stichspiel für vier Personen, das sich aus dem älteren englischen „Ruff and Honours“ entwickelte. Mit Edmond Hoyles „Short Treatise on the Game of Whist“ von 1742 wurde es im 18. und 19. Jahrhundert zu einem der beliebtesten Kartenspiele der englischsprachigen Welt. Aus ihm ging später Bridge hervor, das Whist im 20. Jahrhundert als Turnierspiel verdrängte. In Großbritannien lebt es bis heute in den geselligen „Whist Drives“ weiter.
Die Regeln sind schnell erklärt: 52 Karten, 13 Stiche und zwei feste Paare, die sich gegenübersitzen. Die letzte Karte des Gebers wird aufgedeckt und bestimmt die Trumpffarbe; es herrscht Farbzwang. Gezählt werden nur Stiche über dem „Book“ von sechs – wer sieben Stiche holt, erhält einen Punkt, wer zehn holt, vier. Weil es keine Ansagen und keine Sonderpunkte gibt, entscheiden allein Kartengedächtnis und Zusammenspiel mit dem Partner. In Dänemark meint man mit „Whist“ heute meist Abkömmlinge wie das Esmakker-Whist (der Ansager bestimmt seinen Partner durch den Ruf eines Asses) oder das „Dansk Whist“ ohne Trumpf mit Ansagen; die klassische Form, die du hier spielst, ist ihre gemeinsame Wurzel.
Strategisch lohnt es sich, die Karten zu zählen: Es gibt 13 Trümpfe, und die aufgedeckte Karte des Gebers verrät dir von Beginn an einen davon. Spiele aus langen Farben aus, beginne mit der höchsten Karte einer Reihe, bediene als Zweiter tief und als Dritter hoch, und stich nicht über die sichere Karte deines Partners. Die KI-Gegner rechnen mit zufällig simulierten Verteilungen der verdeckten Karten und sehen nie in deine Hand – so bleibt jedes Spiel fair und lehrreich.